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Riesling “von der Fels” trocken – Weingut Keller

Muß man das Weingut Keller aus Flörsheim-Dalsheim noch vorstellen? Eigentlich nicht. Die zahlreichen Auszeichnungen und sehr hohen Bewertungen ihrer Weine in den letzten zehn Jahren sprechen wohl für die Qualität der Keller-Weine. Bereits bei den einfachen Weinen wird auf ein hohes Qualtiätsniveau geachtet. Und die Spitzenweine wie G-MAX oder die Spitzenlagen Dalsheimer Hubacker und Westhofener Abtserde haben inzwischen Weltruf. Die weltbesten trockenen Rieslinge kommen aus diesen Weinbergen.

Aber nicht jeder möchte gleich 25 bis 40 oder noch mehr Euro für eine 0,75 l Flasche Riesling ausgeben. Der G-MAX wird inzwischen nur noch über ausgesuchte Händler und dort meist nur in geringen Stückzahlen verkauft. Eine Flasche G-MAX kostet derzeit ca. 85 €. Jährlich mit weiter steigender Tendenz. Dies ist sozusagen die Quintessenz aller trockenen Rieslinge. Vergleichbar mit einem Mouton-Rothschild in Bordeaux.

Stettener Häder – Riesling Kabinett 1993 – Remstalkellerei

Nun bin ich inzwischen weniger ein Freund von Weinen aus Weingenossenschaften. Bei den meisten Winzergenossenschaften erhält man recht einfache Weine die meiner Meinung nach selten ihr Geld wert sind. Wobei es hier natürlich auch einige Ausnahmen gibt. Inzwischen hat auch manche Wein-Genossenschaft erkannt das man über die Qualität höhere Preise erzielen kann. Aber viele machen immer noch charakterlose Massenware. So meide ich solche Weine wo es geht.

Riesling Wiltinger Braunfels 2005 – Weingut Van Volxem

Seit ein paar Jahren kaufe ich regelmässig die einfachen Rieslingweine vom Weingut Van Volxem an der Saar. Irgendwie haben es mir diese meist trocken oder feinherb ausgebauten Rieslingweine angetan. Sehr ausgeprägt ist auch bereits bei den einfachen Weinen der Charakter und das Terroir. Den Weinen kann man fast immer die Herkunft von mineralischen Schieferböden erriechen und erschmecken.

Da ich die Weine sehr lecker find kam bisher kaum einer über ein Alter von drei Jahre hinaus. Dabei teste ich eigentlich gerne die Entwicklungsstadien eines guten Weines. Und da es immer noch eine weit verbreitete Meinung ist das deutsche Weissweine weniger zum lagern geeignet sind, bin ich immer wieder erstaunt das dies immer öfter nicht der Fall ist!

Piesporter Goldtröpfchen 1. Gewächs 2004 – Reinhold Haart

Nach dem das Weingut Keller aus Rheinhessen seit nun über zehn Jahren den trockenen deutschen Riesling auf Weltniveau gebracht hat, eifern nun auch immer mehr Winzer und Weingüter diesem Erfolg nach. So sind wohl im Windschatten des inzwischen großen Vorreiters zahlreiche weitere gute bis sehr gute trocken ausgebaute Riesling in vielen deutschen Anbauregionen entstanden. Wohl auch durch die globale Klimaerwärmung gelingen inzwischen selbst in den nördlicheren Weinbauregionen wie der Mosel sehr gute trockene Rieslinge. Nun muß ich gestehen das für mich ein Moselriesling feinherb oder halbtrocken als Kabinett oder Spätlese meist am besten mundet. Und genau solche faszinierende Moselrieslinge gelingen dem Weingut Reinhold Haart aus Piesport an der Mosel fast jedes Jahr.

Saar Riesling 2007 – Van Volxem

Diesen Riesling vom Weingut Van Volxem habe ich nun bereits im dritten Jahr hintereinander verkostet. Bereits der 2005er und 2006er mundeten mir sehr gut. Gestern öffnete ich also die erste Flasche des Jahrgangs 2007.

2003er Schloßböckelheimer Felsenberg Riesling Auslese

Riesling gehört wohl zu den edlen wenn nicht gar zur edelsten Weißwein-Rebsorte. Keine andere Rebsorte vermag so eindeutig das Terroir im Glas wiedergeben. Eines meiner favorisierten Riesling-Anbauregionen ist die Nahe. Dort gibt es meist gute bis sehr gute Rieslinge zu einem vernünftigen oder sogar günstigen Preis. Vor ein paar Jahren legte ich mir vom Weingut Dr. Crusius zwei 2003er Schloßböckelheimer Felsenberg Riesling Auslesen zum reifen in den Keller. Die erste Flasche habe ich nun zum genießen geöffnet.