Altos de la Hoya 2002 – Bodegas Olivares

Die spanische Anbauregion ist in Deutschland noch eine der weniger bekannten. Inzwischen wird es auch in diesem Weinland von Jahr zu Jahr schwieriger Weine mit gutem oder sehr gutem Preis- Leistungsverhältnis zu finden. Der amerikanische Weinguru hat dort viele traditionelle und auch jüngere Weinregionen abgegrast und diese in den Weinhimmel gelobt. Das Ergebnis sind danach meist utopisch gestiegene Preise. In Spanien gibt es inzwischen sehr viele gute und sehr gute Weine auf höchstem Niveau. Diese haben aber meist auch hohe Preise.

Aus der Weinregion Jumilla habe ich bereits von der selben Bodegas Olivares den Panarroz 2003 und einige Folgejahrgänge verkostet. Was lag also näher eine weiteren Wein vom selben Weingut zu testen? Da mir der Panarroz bereits sehr gut mundete und immer noch als absolutes Preisschnäppchen gilt, probiere ich den Altos de la Hoya 2002.

Im Gegensatz zum Panarroz ist der Altos de la Hoya reinsortig aus der Rebsorte Monastrell gekeltert. Bisher war mir die Rebsorte die auch in Südfrankreich weit verbreitet ist, mehr durch Weine mit hohem Alkoholgehalt und teilweise eher unangenehmen marmeladenartigen Geschmack bekannt. Dieses Vorurteil wurde aber durch den Altos de la Hoya hervorragend wiederlegt! Mit seinen 14% Alkoholgehalt gehört er sicherlich nicht zu den Leichtgewichten. Trotzdem hat er eine erstaunliche Leichtigkeit und enorme Aromenvielfalt.

Im Glas präsentiert sich ein purpurroter dunkler und sehr dichter Rotwein. Der Duft ist sehr sauber, kräftig, fein, rassig und komplex. Auf dem Gaumen hat man einen sehr angenehmen durchgegorenen und kräftigen Eindruck. Ein sehr runder und reicher Körper mit geschmeidiger Säure mit einer leichten Note nach Bittermandeln. Der Abgang hielt bei mir etwa 40 Sekunden an. Die Aromen lassen einen an einen südlichen Sommerabend denken. Er schmeckt nach Lakritz, dunkle Beeren, sehr fruchtig und einer Note von Gewürzen. Ein wahrlich phantastisch voluminöser Rotwein der allerdings nie zu schwer wirkt.

Fazit:
Für mich in der Preisklasse ein hervorragender Wein mit hervorragenden Preis- Genußverhältnis.

Bezugsmöglichkeiten: Pinard de Picard[ad#468]

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