Cuvee Rubeus 2012 trocken – Weingut Bernhard Ellwanger

Vor ein paar Wochen habe ich beim samstäglichen Einkauf, in der Weinabteilung, diese Rotwein-Cuvee entdeckt.

Cuvee Rubeus 2012 trocken wird vom Weingut Bernhard Ellwanger gemacht. Der Verkauf erfolgt allerdings nicht über das Weingut, sondern ausschließlich über den Remstalmarkt Mack. Ein Feinkost-Supermarkt, der in der Region Remstal hiermit seinen zweiten Wein im Verkaufssortiment anbietet.

Die Weißwein-Cuvve ist hervorragend gelungen. Also war ich auf die Rotwein-Cuvee sehr gespannt. Wird diese auf vergleichbaren Niveau sein?

Die Cuvee besteht aus den Rebsorten Lemberger, Dornfelder und Spätburgunder.

Cuvee Rubeus 2012

Cuvee Rubeus 2012

Sehr gut gefällt mir der Verschluß aus Glas! Kein lästiges Korkenziehen. Manche mögen das ziehen eines Korken als nostalgisch und Teil eines guten Weines ansehen. Ich sehe inzwischen den Korken als Gefahr für den Wein an. Wer schon einmal eine teure Flasche Wein geöffnet hat, wo der Wein Kork hatte, weiß was ich meine.

Mit 13% Alkohol sollte der Rotwein das richtige Gerüst für einen guten seiner Art haben?

Im Glas präsentiert er sich tintenfarben mit violettem Rand. Der Portugieser gibt ihm wohl diese dunkle Farbe?

Er dufte nach dunklen Früchten, Waldboden und Beerenmarmelade. Es ist wirklich Beerenmarmelade. Ich habe eine halbe Stunde versucht diesen Duft zu definieren. Ich bin immer wieder auf Beerenmarmelade gekommen.

Im Geschmack ist er feinfruchtig und samtig. Er schmeckt nach Himbeeren, Holunder und hat eine leicht bitteren langen Abgang. Der Duft der Beerenmarmelade bestätigt sich im Geschmack nur im geringen Umfang. Die leicht bittere Geschmacksnote unterdrückt den Marmeladengeschmack.

Fazit:

Mir erschien die Rotwein-Cuvee irgendwie zuwenig ausgewogen. Es fehlte für meinen Geschmack an Gleichgewicht zwischen den drei Rebsorten. Kann sein, dass sich dies noch einstellt? Auf der anderen Seite wirkt er schon recht samtig und fruchtig. Ich mag zwar fruchtige Weine. Aber vordergründig erscheinende fruchtige Rotweine mag ich weniger.

Der Dornfelder dominiert derzeit. Vom Lemberger schmeckt man wenig heraus. Und der Spätburgunder ist derzeit überhaupt noch vorhanden. Aber das kann sich durch lagern verändern. Ob er sich dadurch verbessert möchte ich allerdings bezweifeln?

In meinem Weinkeller wird diese Cuvee keinen Stammplatz bekommen. Dennoch werde ich noch einmal zwei oder drei Flaschen kaufen um die weitere Entwicklung zu verfolgen. Schließlich kann ich mich ja durchaus in meiner Einschätzung täuschen?

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