Trollinger trocken 2009 vom Weingut des Grafen Neipperg

Zur Abwechslung habe ich mal bei einem anderen Online-Weinhändler wie sonst ein paar Weine bestellt.

Zum auffüllen habe ich ein paar einzelne Weine dazu geordert.

Darunter auch einen Trollinger trocken vom Weingut des Grafen Neipperg.

Vor über zwei Jahrzehnten hatte ich oft Weine dieses Weingutes im Weinkeller. Damals kaufte ich meine Weine in einer Weinhandlung in meiner Wohnnähe. Der Weinhändler war mit vielen Württembergern sehr gut bestückt.

Inzwischen wohnen ich woanders und kaufe die meisten Weine bei einem oder zwei Händlern mit sehr guter Auswahl an Weinen. Leider hat keiner davon Weine vom Weingut des Grafen Neipperg im Sortiment.

Da der letzte Neipperg-Wein schon über ein Jahrzehnt den Weg in mein Weinglas fand, wollte ich erst einmal eine Flasche zum probieren.

Trollinger trocken 2009 - Weingut des Grafen Neipperg

Trollinger trocken 2009 – Weingut des Grafen Neipperg

Dabei habe ich ganz übersehen, daß der Jahrgang 2009 ist.

Für einen Trollinger vielleicht schon viel zu alt? Auf jeden Fall ist es kein junger Wein mehr. Die meisten Trollinger schmecken jung am besten.

Trollinger werden meiner Meinung nach immer noch von vielen Weingütern unterschätzt. Einige Weingüter zeigen seit einigen Jahren, daß man daraus durchaus sehr gute Weine machen kann. Klasse statt Maße heißt auch hier die Devise.

Im 2013er Gault Millau wurde auch der jüngste Trollinger vom Neipperg mit anderen Spitzen-Trollinger zum besten aus Württemberg gekürt. Allerdings haben dabei die Tester den Trollinger Alte Reben vom Weingut Schnaitmann übersehen, welcher im Weinführer noch mit ein paar Punkten höher bewertet wurde.

So war ich auf Grund der Gault Millau Infos als auch des Jahrganges sehr neugierig auf diesen Wein.

Granatrote Farbe im Weinglas. Erstaunlich kräftig für einen Trollinger! Viele Trollinger erinnern eher an einen hellen Rose. Dieser einen einen dunklen Rose 😉

Er duftet nach reifen warmen leicht süßlichen Trockenfrüchten?!

Am Gaumen schmeckt er vollfruchtig mit feinem Marmeladenaroma und leichtem feinen herben langen Abgang.

Säure? Fehlanzeige. Da schmeckt man nichts. Das liegt aber am Reifestadium. Für einen Trollinger schon über seinem Höhepunkt. Wobei es sicher auch Liebhaber gibt, die solch fruchtige Weine mögen? Ich fand ihn trotz verflüchtiger Säure genussvoll.

Fazit:

Ein guter trockener Trollinger. Ich mag ihn allerdings lieber wenn er noch mit leichter Säure die Aromenvielfalt verbessert. Sicherlich in jungen Jahren ein sehr guter Trollinger.

Bezugsmöglichkeit:

Weingut des Grafen Neipperg oder Weinfachhandel.

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