Wein und Fotografie

Ja, heute geht es weiter in der Vorstellung meiner anderen Hobbies und Leidenschaften. Fotografie und Wein wie kann das sein? Ich bin ja weder Önologe noch handel ich mit Wein. Ich bin lediglich von der Faszination Wein infiziert worden. [ad#300×250]Ich finde es schlicht und einfach ungemein erstaunlich welche geschmackliche Vielfalt die Mutter Natur in Weintrauben zaubern kann. Und mindestens genauso faszinierend ist für mich die Kunst eines Winzers diese Geschmacksvielfalt in eine kleine Flasche zu bekommen.

So hat es mich in den letzten Jahren aus Neugier in die ein oder andere Weinregion in Urlaub verschlagen. Was soll ich im heißen Süden in der Sonne brutzeln? Was soll ich im hohen Norden im eisigen Winde frieren? Das gute liegt doch oft so nah. Vor etwa 15 Jahren war ich etwa zwei Jahre am Kaiserstuhl in Baden wohnhaft. Also bereits mitten im Weinbaugebiet. Danach verschlug es mich in das Remstal wo ich nun seit über 10 Jahren wieder wohnhaft bin. Logischerweise wieder mit Blick auf die Weinberge. Bei einigen Ausflügen und Urlauben entstanden logischerweise auch manche Fotografien.

Weinberg im Herbst

Wobei ich ergänzen sollte das ich die Fotografie nicht nur zur Erinnerung nutze. Für die Weinhomepage und den Weinblog werden natürlich die guten Reisefotos verwendet. Ein Bild sagt nun einmal oft mehr als tausend Worte. Ausserdem werden so Textinformation gleich wesentlich anschaulicher und erscheinen nicht ganz so staubtrocken.

Weinberg im Remstal

Bei uns im Remstal bin ich öfters in meiner Freizeit mit einem Fotoapparat in den Weinbergen unterwegs. Es ist eigentlich erstaunlich das es dort fast nie gleich aussieht. Permanent verändert sich die Natur. Die Pflanzen wachsen. Im Herbst verfärben sie ihr Laub und leuchten in kräftigen gelben und roten Farbtönen. Im Winter ist die gleichmäßige Struktur aus Schnee und grauschwarzen Rebestöcken ein interessantes Fotomotiv.

Weinberg im Winter

Aber auch die Reisen in andere Weinregionen erbringen immer viele neue Motive und Erkenntnisse. An der Mosel erschmeckte ich bei einer Weinprobe den Unterschied in der Weinqualität welche durch Mikroklima entstehen kann. Die Lage Brauneberger Juffer ist an der Mosel eine sehr gute und bringt auch überwiegend gute bis hervorragende Weine hervor. In diesem Weinberg gibt es eine Mulde die sich Brauneberger Juffer Sonnenuhr nennt. Durch diese Bodensenke entsteht ein Mikroklima das abweichend zu dem restlichen Weinberg ist. Es wird bei Sonnenschein wärmer. Es war für mich erstaunlich bei einer Weinprobe feststellen zu dürfen das ein Wein aus der selben Lage mit einem optimierten Mikroklima von der gleichen Rebsorte mit gleichem Alter und Jahrgang schmeckbar besser war! Nur ein paar Meter daneben hat der Wein weniger Aromenvielfalt und Mineralik. Und trotzdem sind beide Lagen gut bis hervorragend. Die Sonnenuhr ist eben meist noch etwas tiefgründiger und somit meist besser.

Bremer Calmont

Bei zwei Urlaubsreisen auf die Kanareninsel Lanzarote war ich über die dortige Art des Weinanbaus doch sehr erstaunt. Da wird in La Geria auf trockenem Lavakies Wein angebaut. Na und? Dort regnet es fast nie! Und trotzdem wachsen die Reben und tragen ein bis zweimal im Jahr erntereife Früchte! Um die Reben wird Lapilli (= Lavakügelchen) aufgeschüttet. Lapilli hat die Fähigkeit aus dem nächtlichen Tau die Feuchtigkeit aufzunehmen und an die Pflanzen weiterzugeben. So erhalten also die Reben ihr notwendigs Nass. Als Rebsorte wird dort fast nur Malvasia angebaut. Die meisten Weine werden halbtrocken und süß ausgebaut. Aber auch die trocken ausgebauten Malvasier sind frische Sommerweine.

Weinberg auf Lanzarote

Das Hobby Fotografie betreibe ich seit kleinstem Kindesalter. Einige Jahre war ich in einem Fotoclub aktiv und habe sehr intensiv Wettbewerbsfotografie betrieben. Dabei konnte ich auch einige Erfolge erzielen. Neben einem Hauptpreis von 1000 DM gewann ich bei einem Fotowettbewerb von Kodak eine Leica M7. Die Siegerehrung war damals auf der Photokina in Köln.

Neugierig geworden? Hier geht es zur Homepage über Fotografie.

One Response

  1. Bernd 14. Februar 2010

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