Weinetiketten

Wie ließt man diese richtig?

Wie ließt man Weinetiketten richtig?

Eigentlich ist dies gar nicht so schwierig ein Etikett zu lesen. Hier zeige ich dies an einem Beispiel einmal auf:

Weinetikett

Der Erzeuger und Abfüller des Weines ist hier Karl H. Johner. Wäre der Wein nicht vom Erzeuger abgefüllt, würde dies meist in kleinerer Schrift darunter stehen.

Das Anbauland ist Deutschland (Vogtsburg-Bischoffingen im Kaiserstuhl). In Ländern wie Frankreich und Italien gibt es geschützte Anbaugebiete. Solche erkennt man mit dem Zusatz AOC, DOC, DOCG...). Darin wird meist auch ein bestimmter Weintyp (Rebsorten, Ausbau...) festgelegt.

Die Lage wird zwar auf diesen Etikett nicht angegeben. Diese bezeichnet normalerweise einen bestimmten Weinberg bzw. einen besonderen Bereich. Besonders gute Lagen wie Mersault, Puligny-Montrachet stehen auch für einen oft hohen Qualitätsstandard und haben auch Einfluß auf den Charakter eines Weines (oft durch das dort vorkommende Mikroklima, Boden...).

Der Alkoholgehalt wird in allen Ländern auf dem Etikett vorgeschrieben.

Die Rebsorte wird oft auch auf dem Etikett angegeben. Aber auch hier gibt es Ausnahmen. Bei roten Bordeaux-Weinen werden meist mehrere Rebsorten kombiniert um einen möglichst ähnlichen Charakter zu erzielen. Es gibt auch Bezeichnungen wie Sancerre AOC wo 100% Sauvignon Blanc durch das Anbaugebiet festgelegt sind.

Die Prädikate bzw. Klassifizierungen sind je nach Land und Region sehr vielfältig gestaltet. Oft sind sie auch Anlaß für Kritik. In Deutschland und Österreich richtet sich das Prädikat nach dem Mostgewicht des Weines. Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Trockenbeerenauslese, Eiswein. Bei obigem Etikett wurde bewusst, der Wein nur als Tafelwein zur Prüfung angemeldet, da damals ein Ausbau im Barrique in Deutschland noch nicht vorgesehen war. Durch den Holzgeschmack wäre der Wein als Kabinett oder Spätlese durch die Geruchs- und Geschmacksprobe gefallen! Inzwischen wurde dies durch das deutsche Weingesetz den Marktanforderungen angepaßt. In den Anbaugebieten von Bordeaux und Burgund gibt es recht alte (manche meinen auch veraltete) Klassifizierungen wo die Erzeuger bzw. Lage vor über 100 Jahren klassifiziert wurden! Die weltweit häufigste Klassifizierung ist wohl "Reserve". Meist handelt es sich dabei um einen länger gelagerten Wein (bevor er in den Verkauf kommt).

Der Flascheninhalt - hier 0,75l

Der Jahrgang gibt Auskunft über das Erntejahr

Ob ein Wein süß ist, wird oft nur in Deutschland und Österreich angegeben. Manche spanischen Desertweine tragen die Bezeichnung dulce.

Weitere Beispiele finden Sie unter den einzelnen Ländern aufgeführt. Alle Etiketten können durch anklicken als kostenlose e-card versendet werden!

Übersicht Weinetiketten - Deutschland - Frankreich - Italien

Weinetiketten werden auch gesammelt. Besonders begehrt sind hier Etiketten mit besonderen Motiven. Seit 1945 erstellt beim Weingut Mouton-Rothschild aus Pauillac in Bordeaux, jedes Jahr ein anderer bekannter Künstler ein Motiv. Es soll sogar Leute geben die eine teure Flasche nur wegen des Etiketts kaufen!

Weinetiketten von Mouton-Rotschild - 1945 - 1946 - 1947 - 1948 - 1947 - 1950 - 1951 - 1952 - 1953 - 1954 - 1955 - 1956 - 1957 - 1958 - 1959 - 1960 - 1961 - 1962 - 1963 - 1964 - 1965 - 1966 - 1967 - 1968 - 1969 - 1970 - 1971 - 1972 - 1973 - 1974 - 1975 - 1976 - 1977 - 1978 - 1979 - 1980 - 1981 - 1982 - 1983 - 1984 - 1985 - 1986 - 1987 - 1988 - 1989 - 1990 - 1991 - 1992 - 1993 - 1994 - 1995 - 1996 - 1997 - 1998 - 1999

Copyright ©2004-2007 www.berndsweinwelt.de