Das Weingut des Grafen in Schwaigern gehört wohl zu eines der ältesten in Württemberg! Die Stammburg der Grafen Neipperg ist aus dem 12. Jahrhundert. Seit 750 Jahren wird hier Wein angebaut. Da ist zum Beispiel der Lemberger, der in den Weinbergen eine herausragende Rolle spielt. Den Grafen wird nachgesagt, sie hätten ihn im 17. Jahrhundert nach Deutschland gebracht. Eine plausible Theorie, pflegte doch die Familie über Generationen intensive Beziehungen zu Österreich, der ursprünglichen Heimat dieser Rebsorte unter dem Namen Blaufränkisch. Von hier aus trat der Lemberger dann im letzten Jahrhundert seinen Siegeszug an – erst als Beigabe zum Trollinger in der altbewährten Württemberger Cuvée, dann sortenrein als einziger deutscher Rotwein, der mühelos internationales Format erreicht: farbstark, stoffig, mit kräftigem Tannin. Historisch verbunden fühlt man sich auch den weißen Spezialitäten Muskateller und Traminer. Um 1750 hatten die württembergischen Herrscher ein Ausfuhrverbot gegen die reichsunmittelbare Grafschaft der Neipperger verhängt, sodass man sich über zwei Jahrzehnte nur mit Weinexporten nach Wien – in erster Linie den begehrten Traminern und Muskatellern – über Wasser halten konnte.
Die heutigen Rieslinge und Rotweine gehören zu den besten in Württemberg. Die in Deutschland seltene Rebsorte Samtrot erreicht in guten Jahren eine beachtliche Qualität. Der Lemberger und Spätburgunder wird oft in hoher Qualität gekeltert. Die Rieslinge von Neipperg sind bekannt für Ihre herzige Säure und hervorragende Speisenbegleiter in der gehobenen Gastronomie.
Rebfläche:
29,6 Hektar
Rebsorten:
Lemberger, Riesling, Schwarzriesling, Spätburgunder, Trollinger, Samtrot, Muskateller und weitere Rebsorten
Beste Lagen:
Schwaigerner Ruthe, Neipperger Schloßberg
Durchschnittsertrag:
54 hl/ha
Informationen über das Anbaugebiet Württemberg
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